Samstag, 24. Februar 2018

6 Wochen mehr Winter....

Phil: "Ich gebe ihnen eine Wintervoraussage: Es wird kalt werden und es wird grau werden.
Und so wird es dann sein... für den Rest ihres ganzen Lebens!"

Zitat aus: "Und täglich grüßt das Murmeltier"




GEGLAUBT: Sechs Wochen mehr Winter ergab zumindest das diesjährige (2.2.2018) berühmte Murmeltierorakel in Punxsutawney/ Pennsylvania. Irgendwie hat man gerade das Gefühl, dass das Murmeltier dieses Mal Recht hatte...

GESEHEN: nur grauen Himmel, eine ganze Woche lang. Minustemperaturen werden als mehrere Grade kälter empfunden, wenn der Himmel grau ist. Sag ich jetzt mal. (Seht Ihr das auch so?)

GEFROREN: an den Ohren... und im Gesicht. Die Ohrenschützer liegen bereit.



GELESEN: Jessie Burton: Das Geheimnis der Muse (Rezension folgt), Ulrike Renk: Die Australierin (hatte ich mir irgendwann mal auf meinem Reader geladen. Schön um bei dem Wetter in vergangene Zeiten abzutauchen...) 

GESESSEN: zweimal im (vollen) Wartezimmer des Arztes und dabei...

GEHOFFT: dass ich mich nicht mit der Grippe oder einem anderen Infekt anstecke. 





GESUCHT: nach etwas Farbe in der Natur. Hhm. Diese Zahlenreihe eröffnet so manche Deutungsmöglichkeit... Aber ich glaube nicht, dass hier der Matheunterricht bei dieser Kälte in den Wald verlegt wurde. Dieses Szenario streichen wir schon einmal...  Aber da fällt mir etwas ein:

GEZÄHLT: hat hier vielleicht jemand die Tage, in denen man seinen Beitrag noch bei der Eye-Poetry #12 verlinken kann...

GETRAGEN: meine isländische Wolljacke und meine dicken Wollpullover. 




GETRUNKEN: viel Tee (von Ingwertee, über Kurkumatee, Holunder-Echinacea-Tee... ich habe eine riesige Schublade voller verschiedenster Teesorten...  

GEGESSEN: viele Mandarinen, zwei Maroni-Gerichte, Kürbisbrot... Vitaminreiches sowieso

GEKAUFT: eine neue (wasserfeste) Umhängetasche, in die auch meine Kamera passt




GEÄRGERT: über den Friseur, bei dem irgendwer im Terminkalender einfach meinen vereinbarten Termin überklebt hat. Da musste ich wieder unverrichteter Dinge heimfahren. Irgendwie habe ich Lust, mal wieder einen neuen Friseursalon auszuprobieren, ich bin ja immernoch auf der Suche nach einer neuen guten Stammfriseurin...

GENÄHT: Babyhöschen und noch mehr Frühlingssachen für die Mädchen. Irgendwann habe ich ein paar Kilo zusammen und die schicke ich dann nach Vermont. Vielleicht ist bis dahin dann auch der Frühling tatsächlich eingekehrt... 

GESONNEN: über einen Entwurf über den zweiten Babyquilt (sollte bis Juni fertig sein). Ich bin aber noch recht unschlüssig. 




GEFREUT: über den Kurzbesuch des Minihundes und seiner zwei Menschen. 
Mini findet das Wetter auch fies. Den Lockenhund hingegen ficht die Kälte derzeit nicht an, weil die dichte Lockenpracht nach dem Fellwechsel gerade herrlich nachgewachsen ist. Im Januar letzten Jahres musste sie ja einen Mantel tragen, weil sie damals den Fellwechsel falsch getimt hatte und wegen fehlender Unterwolle fror. Mini mag ihre Garderobe, der Lockenhund findet Hundemäntel ätzend...

GEPLANT: in der nächsten Woche mal Pfannkuchen aus Esskastanienmehl auszuprobieren.




Den Plausch schicke ich zu Andreas Samstagsrunde. Bestimmt kann ich bei Ihr auch noch eine Tasse heißen Tee bekommen. Für Katja ist heute leider nur tristes Himmelsgrau dabei...


Donnerstag, 22. Februar 2018

Monatscollage im Februar

Ich gebe es zu, Ende Januar habe ich mich an dieser Stelle beschwert, dass wir gar keinen richtigen Winter hatten.
Im Februar kam dann die Nachlieferung an und traf mit der Frühlingsvorschau zusammen...


Im Februar

*  war blauer Himmel Mangelware am Bodensee
*  habe ich bereits die ersten Märzenbecher unter vielen anderen Frühlingsboten entdeckt
*  begann ich mit dem Nähen der Frühlingsgarderobe für die Lockenmädchen, die aber immernoch Schlitten fahren und viel Schnee zu toben finden
*  holte ich meine bislang noch ungetragene dicke Winterkleidung heraus
*  erinnerte ich in der Eye-Poetry 12 an die kaum noch zu hörende Lerche und freute mich über die vielen Teilnehmerinnen
*  startete ich  die Eye-Poetry 13 mit einem Zitat aus einem Buch von Astrid Lindgren
*  konnte ich nur einmal die Eselfreunde mit Möhren beglücken, sonst war es offenbar zu kalt für sie

verlinkt bei Brigitts Monatscollage




Dienstag, 20. Februar 2018

Mit Bus und Bahn .... {Tell a story}

In Bussen und Straßenbahnen habe ich als Kind und Jugendliche jeden Tag anderthalb Stunden (Wartezeiten beim Umsteigen nicht einberechnet) auf dem Schulweg verbracht. Keine Klassenkameradin war in meine Richtung unterwegs, das war ganz schön öde.

Heute bin ich ganz zufrieden, dass unser Örtchen einen Bahnhof hat, an dem ein überregionaler Zug Richtung Norden und die Regionalbahn halten. Mit der (Schweizer-) Bahn sind wir schneller in Zürich als mit der Bundesbahn in Stuttgart...
Unsere Töchter sind natürlich mit dem Seehas (Regionalbahn betrieben von der Schweizer SBB) immer Richtung Schule gefahren. Ich selber nutze diese Möglichkeit ohne Parkplatzsorgen in die Stadt zu fahren seit wir Hund(e) haben seltener. 

Auf Städtereisen (ohne Hund) steigen wir dann aber gern wieder öfter in Bus und Bahn ein.
Hochgradig intensiv bin ich mit Bahn - sowohl U-Bahn, als auch Tram - in Lissabon gefahren. Diese Bahnen sind wirklich sehr speziell...



Würde ich in so einer Großstadt leben, würde ich wahrscheinlich ganz aufs Auto verzichten oder nur damit fahren, wenn ich die Stadt verlassen wollte. Der Verkehr ist so dicht und so chaotisch... Da ist man mit der U-Bahn auf jeden Fall schneller. Die Straßenbahn hingegen muss sich ihre Gleise oft freiklingeln, weil mal wieder irgendein Dödel nerviger Zeitgenosse in der extrem engen Alfama auf den Gleisen parkt...

Als ich vor Jahren zum ersten Mal in Lissabon war, gab es noch nicht solche Touristenströme wie heute, wo man hauptsächlich Touris in den Trams sieht.
Aber ich liebe diese Bahnen, weil sie mich ein bisschen in geliebte Bücher und Filme katapultieren (z.B.  A. Tabucci: 'Erklärt Pereira', P. Mercier: 'Nachtzug nach Lissabon' oder Wim Wenders 'Lisbon Story').

Schaut mal in meine Straßenbahngeschichte von Lissabon hinein, falls ihr sie noch nicht kennt.



Wer sich ein bisschen auskennt, weiß, wann er bei welcher Bahn auch mal seinen Sitzplatz frei aussuchen kann...
Sonst heißt es nämlich anstehen, warten, reinquetschen...


Die Fahrt mit der U-Bahn ist in Lissabon auch etwas Besonderes, weil die meisten Stationen eher an Ausstellungen moderner Kunst erinnern. Hier habe ich ein bisschen mehr darüber berichtet.


Diese nette Aktion, mit Bildern Geschichten zu erzählen, hat sich Emma (frühstück bei emma) ausgedacht.

Montag, 19. Februar 2018

T-h-e-a-t-e-r und ich {über mich}

In ihrer Linkparty des Monats Februar möchte Astrid etwas über unser Verhältnis zum Theater wissen. Da zähle ich mal keine Fakten, sondern hangele mich an den Buchstaben entlang...  

  


Tatsächlich
kann ich mich überhaupt nicht daran erinnern, aber meine Eltern erzählen von einem Bühnenauftritt im Kindergartenalter, bei dem ich dem Publikum aber lieber den Rücken zukehrte. Offensichtlich wusste ich damals schon, in welche Richtung ich blicken wollte.

Hatten
wir auch Theaterstücke im Unterricht gelesen, angeschaut haben wir sie uns so gut wie nie.
Leider haben unsere Lehrer nur selten die Gelegenheit ergriffen, mit einer Klasse das Theater zu besuchen. In Erinnerung ist mir da noch die Aufführung von "Maria Stuart" geblieben, die wir in der Nachbarstadt besuchten. Leider musste uns unsere Lehrerin noch vor Ende der Stücks aufscheuchen, damit wir unseren Zug zurück erreichen konnten. Mir war das extrem peinlich...
Beim Schüleraustausch sahen wir uns den 'Midsummer Night's Dream' im Regent's Park in London an. Seitdem liebe ich Shakespeares Sommernachtstraum.
In meiner Gymnasialzeit genossen hauptsächlich die Schülerinnen des neusprachlichen Zweigs die Möglichkeit zum Theaterspiel. Eine Theater AG gab es bei uns nicht. Meine Schule war Theaterwüste pur....

Eigentlich
mochte ich das Theater doch so sehr, da war es doch wunderbar, dass mein Vater bei der Berufsfeuerwehr arbeitete. So bekam er auch immer wieder die Möglichkeit bei Theateraufführungen Dienst zu übernehmen. Toll fand ich es, wenn das Theaterstück für mich geeignet war, so dass ich die Begleitperson sein durfte. Dann konnte ich zunächst meine Großtante begrüßen, die als Garderobiere am Theater angestellt war. Natürlich begleitete ich meinen Vater beim Kontrollgang hinter der Bühne, was stets extrem spannend war. Auf gesonderten, für die Feuerwehr reservierten Plätzen konnten wir dann die Stücke genießen. Ich kann mich auch noch an die lebhaften Diskussionen meiner Eltern über die Aufführungen von Peter Zadek erinnern (da durfte ich aus Altersgründen noch nicht mit...menno...).

Als
Oberstufenschülerin mit Leistungsfach Deutsch las ich aus eigenem Antrieb begeistert viele Dramen der Weltliteratur.  Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Deutsch-Leistungskurslehrerin erstaunt war, als sie nach unserer derzeitigen Lektüre fragte und von mir Eugene O'Neill "Eines langen Tages Reise in die Nacht" hörte (ihr Erstaunen fand ich sehr merkwürdig, deshalb blieb es mir im Gedächtnis...).

Theater
begeisterte mich in meiner Studentenzeit zunehmend. Im Germanistikstudium hatte ich viele Seminare zu diesem Thema belegt. Am Bochumer Theater hatte ich natürlich ein Abo und konnte die Intendanz von Claus Peymann genießen. Manche Stücke sah ich mehrmals...  Dieses Theater hat mich wirklich sehr geprägt.
Natürlich war ich auch in einer Gruppe des Studententheaters, aber unser Stück "Warten auf Godot" machte dem Namen alle Ehre, es versandete nämlich vor lauter Diskussionen zwischen Ensemble und Regie....

Ein
geduldiges und begeistertes Publikum fand ich über Jahre in meinen Töchtern (und sie in mir umgekehrt auch). Puppen- und Maskentheater geht spontan doch immer....
Als die Kinder größer waren, besuchten wir auf unserer Rundreise durch die griechische Peloponnes  Epidauros und das größte und beeindruckendste antike Theater. Unvergesslich, diese Eindrücke.

Richtig
ausleben konnte ich meine Theaterbegeisterung mit den SchülerInnen in meinen Jahren als Lehrerin.
Der Wunsch selber auf der Bühne zu stehen, bestand bei mir nie wirklich, sondern der, Stücke auf die Bühne zu bringen. Deshalb habe ich eine Ausbildung zur Theaterpädagogin BuT absolviert und mich ein paar Jahre lieber darauf konzentriert. Das Einbinden von Musik und Choreographien habe ich immer sehr geliebt, die großen Bilder erzeugen, die das Publikum lange mit sich tragen kann...  Mit Kindern und Jugendlichen an einem Stück arbeiten - so was wie "Rhythm is it" ist da pure Motivation.

aus einer meiner eigenen Produktionen

"Das Theater unserer Zeit ist mies. 
Selten ist es aber so mies, wie wenn sie diesen elenden Shakespeare spielen."

aus den Tagebüchern des Samuel Pepys 1633 - 1703 

(die Tagebücher des Londoners sollte man mal gelesen haben, aber das ist wieder ein anderes Thema)....